Akupunktur ist als Teil der Chinesischen Medizin ein bewährtes Heilverfahren. Durch die Nadelung und/oder Erwärmung (Moxibustion) ausgewählter Akupunkturpunkte können die Selbstheilungkräfte des Körpers aktiviert und die Gesundheit erhalten oder wiederhergestellt werden. Der Organismus wird somit gezielt dazu angeregt, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Bei der Behandlung kommen sehr dünne Nadeln zur Anwendung, die nahezu schmerzfrei in ausgewählte Punkte eingeführt werden. Die Nadeln verbleiben für etwa 10 - 30 Minuten. Ziel ist es, das zuvor festgestellte Ungleichgewicht zu korrigieren.

Traditionell gesehen, wird durch den Reiz der Nadeln der Fluss der Lebensenergie (Qi) geregelt. Dieses System kann man sich als ein energetisches Netzwerk von Leitbahnen bzw. Meridianen vorstellen, das die Akupunkturpunkte und die inneren Organe miteinander verbindet und beeinflusst. Jeder Leitbahn sind bestimmte Körperbereiche bzw. Organe zugeordnet, die über die entsprechenden Punkte beeinflusst werden können. Jeder einzelne dieser über 300 Punkte hat eine spezielle Wirkung auf den Körper.

Ein weiterer Bestandteil der Behandlung ist die Moxibustion, die entweder zusammen mit der Akupunktur oder auch getrennt für sich durchgeführt wird. Hierbei wird das sehr feine Kraut aus Blättern des Beifußes zu kleinen Kügelchen geformt, auf die Nadeln aufgesetzt und angezündet. Das Moxakraut kann auch direkt über Akupunkturpunkten auf einer Scheibe Ingwer oder Knoblauch verglüht werden. Die dabei entsehende Wärme ist bei bestimmten Disharmonie-Mustern (Ungleichgewicht) besonders wirksam und wohltuend und stärkt den Organismus. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, ausgewählte Bereiche und Punkte mittels einer sogenannten Moxazigarre zu erwärmen.

Welche gesundheitlichen Störungen lassen sich mit Akupunktur behandeln?

Die Stärken der Chinesischen Medizin liegen zum einen darin, mittels der diagnostischen Möglichkeiten, sich gerade entwickelnde Krankheitszustände frühzeitig zu erkennen und zum anderen, chronische Störungen positiv zu beeinflussen oder zu beheben. Die Therapie chronischer Krankheiten nimmt natürlich eine wesentlich längere Zeit in Anspruch als diejenige bei akuten Störungen, wie z.B. Erkältungen.

Es gibt eine Reihe von Beschwerden die mit chinesischer Medizin behandelt werden können:

Bei Schlaflosigkeit, Stresserscheinungen, Energielosigkeit, akuten und chronischen Schmerzzuständen, menstruellen Störungen, chronischer Rhinitis, Allergien, Heuschnupfen, Unfruchtbarkeit, funktionellen Beschwerden (ohne organische Ursache), Alterserscheinungen sowie Kinderkrankheiten kann Akupunktur eine sehr gute Wirkung zeigen.

Bei schweren Erkrankungen wie z.B. AIDS, Beschwerden in Zusammenhang mit einer HIV-Infektion, Krebs oder Autoimmunerkrankungen können sowohl  die Akupunktur als auch die chinesische Arzneimitteltherapie gut begleitend zur entsprechenden schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden, um diese sinnvoll zu ergänzen und / oder deren Nebenwirkungen zu lindern. In diesem Zusammenhang kommt der Stärkung der Konstitution und der Widerstandskraft eine entscheidende Bedeutung zu.

Hier eine Indikationsliste für Akupunktur von der Weltgesundheitsorganisation (WHO):

Respirationstrakt
Akute und chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
Akute und chronische Rhinitis (Schnupfen), inklusive Heuschnupfen
Allgemeine Erkältungskrankheiten
Akute Tonsillitis (Mandelentzündung)

Bronchopulmonale Erkrankungen
Akute und chronische Bronchitis
Asthma bronchiale und allergisches Asthma

Augenerkrankungen
Akute Konjunktivitis (Augenbindehautentzündung)
Zentrale Renitis (Netzhautentzündung)
Myopie (Kurzsichtigkeit), wenn nicht genetisch bedingt
Katarakt (grauer Star)

Erkrankungen der Mundhöhle
Zahnschmerzen, wenn Zahnarzt keine Ursache findet
Schmerzen nach Zahnextraktion
Gingivitis (Mundschleimhautentzündung), wenn nach medikamentöser Behandlung nicht genügend gespült wird
Akute und chronische Pharyngitis (Rachenentzündung)

Gastrointestinale Erkrankungen
Ösophagus- und Kardiospasmen (krampfartiger Verschluss des untern Speiseröhrenanteils und des Mageneinganges, v.a. bei Magersüchtigen, die wieder mit Essen beginnen)
Singultus (Schluckauf)
Gastroptose (Magensenkung)
Akute und chronische Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)
Hyper- und Hypoazidität (Über- und Untersäuerung) des Magens
Chronischer Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Akute und chronische Kolitis (Dickdarmentzündung)
Akute und bakterielle Dysenterie (Ruhr, Durchfall)
Obstipation (Verstopfung) und Diarrhö (Durchfall)
Paralytischer Ileus (Darmverschluss)

Neurologische und orthopädische Erkrankungen
Kopfschmerzen
Migräne
Trigeminusneuralgie
Fazialisparese (Gesichtslähmung)
Lähmungen nach Schlaganfall
Periphere Neuropathien (Nervenschmerzen)
Poliomyelitislähmung (Kinderlähmung)
Morbus Menière (Drehschwindel); oft bleibt nach Heilung ein Tinnitus, der mit APM recht gut therapierbar sein kann
Neurogene Blasendysfunktion (Blasenentleerungsstörung) und nicht bakterielle Reizblase
Enuresis nocturna (Bettnässen)
Interkostalneuralgie (Zwischenrippenschmerzen)
Schulter-Arm-Syndrom
Periarthritis humeroscapularis (schmerzhafte Entzündung der Umgebung des Schultergelenks)
Tennisellbogen
Ischialgie (Ischias)
Lumbalgie (Lendenschmerz)
Rheumatoide Arthritis
Neurodermitis

Auch zur individuellen Entspannung und zum Stressabbau kann die Akupunktur einen wirkungsvollen Beitrag leisten.

Für Fragen stehe ich per E-Mail oder am Telefon gerne zur Verfügung.

Termine in meiner Praxis vergebe ich Montags bis Freitags nach Vereinbarung (nach individueller Absprache auch am Wochenende)


Außerdem biete ich ein kostenloses Erst-/ Beratungsgespräch an, bei welchem Fragen zur chinesischen Medizin allgemein, aber auch zu den Behandlungsmöglichkeiten der jeweiligen gesundheitlichen Probleme geklärt werden können.