Die Akupunktur ist als Teil der Chinesischen Medizin ein bewährtes Heilverfahren.
Durch die Nadelung und/oder Erwärmung (Moxibustion)
ausgewählter Akupunkturpunkte können die Selbstheilungskräfte des Körpers
aktiviert und die Gesundheit erhalten oder wiederhergestellt werden. Der
Organismus wird gezielt dazu angeregt, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu
bringen.

Zur Behandlung werden sehr dünne Nadeln benutzt, die nahezu schmerzfrei an ausgewählten
Punkten platziert werden. Die Nadeln verbleiben für etwa 10 bis 30 Minuten, um
das zuvor festgestellte Ungleichgewicht zu korrigieren.
Nach den Theorien der traditionellen chinesischen
Medizin wird durch den Reiz der Nadeln der Fluss der Lebensenergie (Qi)
geregelt. Dieses System kann man sich als ein energetisches Netzwerk von
Leitbahnen bzw. Meridianen vorstellen, welches die Akupunkturpunkte und die
inneren Organe miteinander verbindet und beeinflusst. Jeder Leitbahn sind
bestimmte Körperbereiche bzw. Organe zugeordnet, die über die entsprechenden
Punkte und Punktkombinationen beeinflusst werden können.
Ein weiterer Bestandteil der Behandlung ist die Moxibustion (lokale Wärmeanwendung), die entweder zusammen mit der Akupunktur oder auch getrennt für sich durchgeführt wird. Die dabei entstehende Wärme ist bei bestimmten Krankheitsbildern besonders wirksam und wohltuend und stärkt den Organismus.
Hier eine Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Akupunktur:
Atemwege Akute und
chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
Akute und
chronische Rhinitis (Schnupfen), inklusive Heuschnupfen
Allgemeine Erkältungskrankheiten
Akute Tonsillitis (Mandelentzündung)
Bronchopulmonale Erkrankungen
Akute und chronische
Bronchitis
Asthma bronchiale und allergisches Asthma
Augenerkrankungen
Akute
Konjunktivitis (Augenbindehautentzündung)
Zentrale Renitis
(Netzhautentzündung)
Myopie
(Kurzsichtigkeit), wenn nicht genetisch bedingt
Katarakt (grauer Star)
Erkrankungen der Mundhöhle
Zahnschmerzen,
wenn Zahnarzt keine Ursache findet
Schmerzen nach
Zahnextraktion
Gingivitis
(Mundschleimhautentzündung),
Akute und chronische Pharyngitis (Rachenentzündung)
Gastrointestinale Erkrankungen Magenkrämpfe, Magenschmerzen
Ösophagus- und
Kardiospasmen (krampfartiger Verschluss des untern Speiseröhrenanteils und des
Mageneinganges
Singultus
(Schluckauf)
Gastroptose
(Magensenkung)
Akute und
chronische Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)
Hyper- und
Hypoazidität (Über- und Untersäuerung des Magens)
Chronischer Ulcus
duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Akute und
chronische Kolitis (Dickdarmentzündung)
Akute und
bakterielle Dysenterie (Ruhr, Durchfall)
Obstipation
(Verstopfung) und Diarrhö (Durchfall)
Paralytischer
Ileus (Darmverschluss)
Neurologische und orthopädische Erkrankungen
Kopfschmerzen
Migräne
Trigeminusneuralgie
Fazialisparese
(Gesichtslähmung)
Lähmungen nach
Schlaganfall
Periphere
Neuropathien (Nervenschmerzen)
Poliomyelitislähmung
(Kinderlähmung)
Morbus Menière
(Drehschwindel)
Neurogene
Blasendysfunktion (Blasenentleerungsstörung) und nicht bakterielle Reizblase
Enuresis nocturna (Bettnässen) Interkostalneuralgie
(Zwischenrippenschmerzen)
Schulter-Arm-Syndrom
Periarthritis
humeroscapularis (schmerzhafte Entzündung der Umgebung des Schultergelenks)
Tennisellbogen
Ischialgie
(Ischias)
Lumbalgie
(Lendenschmerz)
Rheumatoide
Arthritis
Neurodermitis
Auch zur individuellen Entspannung und zum Stressabbau kann die Akupunktur einen wirkungsvollen Beitrag leisten.